Umsatzsteuerbefreiung bei alternativen Investmentfonds

Unter Alternativen Investmentfonds (AIF) versteht man Investmentfonds, deren Investment- oder Sondervermögen in der Regel nicht aus den sogenannten klassischen Effekten besteht. Solche klassischen Effekte sind Wertpapiere, wie Aktien oder Anleihen. Bei alternativen Investmentfonds (AIF) handelt es sich um ein Pendant zu Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW), welche nach der OGAW-Richtlinie nur in klassische Anlagefelder investiert. Im Gegensatz dazu gewährt ein Alternativer Investmentfonds den Anlegenden die Möglichkeit zur Beteiligung an Großprojekten. Typische Beispiele sind Hedgefonds, Private Equity- und Immobilienfonds. Aber auch als Spezialfonds werden Alternative Investmentfonds gelegentlich eingesetzt.

Die einzelnen Anteile von Alternativen Investmentfonds (AIF) sind typischerweise unternehmerische Beteiligungen an Sachwerten. Im Gegensatz zu vielen anderen klassischen Anlageprodukten sind Alternative Investmentfonds nicht börsengehandelt. Dementsprechend mangelt es an einer festen Verzinsung. Beteiligt sind die Anlegenden vielmehr am erwirtschafteten Ergebnis der Fonds.

Eine Vielzahl der Alternativen Investmentfonds (AIF) verzichtet auf eine Fremdfinanzierung und ist als reine Eigenkapitalbeteiligungen konzipiert. Nachdem das geplante Volumen durch Eigenkapitalbeteiligungen erreicht wurde, ist die weitere Beteiligung am Alternativen Investmentfonds (AIF), über das erreichte Volumen hinaus, ausgeschlossen. Anlegende sind für die im Emissionsprospekt vorgesehene Laufzeit an die jeweilige Beteiligung gebunden.

Hinter jedem Alternativen Investmentfonds steht eine Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG), welche diesen Fonds anbietet. Die jeweilige KVG ist für die Verwaltung des Vermögens zuständig und entscheidet darüber, wie das eingesammelte Kapital der Anleger investiert wird. Die Beteiligung darf den Investierenden ohne Genehmigung der BaFin nicht angeboten werden.

Das BMF hat die Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 8 Buchst. h UStG im Umsatzsteueranwendungserlass (UStAE) aufgenommen. Die Steuerbefreiung gilt ab dem 1.1.2024.

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